Rentenberatung Geretsried

Schön, daß Sie hier vorbei schauen, das zeigt mir, dass Sie sich mit dem Thema Rente beschäftigen, egal ob für sich selbst oder ein Familienmitglied / Partner oder sonstige für Sie wichtige Person.

Mein Name ist Nicky Schmidt-Okanadzic und ich bin durch die Präsidentin des Amtsgerichts München als gerichtlich registrierte Rentenberaterin eingetragen worden.

Rentenberater sind Personen, die zur Erbringung von Rechtsdienstleistungen auf dem Gebiet des Sozialrechts, bzw. Sozialversicherungsrecht und der betrieblichen und berufsständischen Versorgung behördlich registriert sind. Sie sind unabhängige Organe der Rechtspflege und im Umfang ihrer Befugnisse nach § 10 Abs. 1 Nr. 1 des Rechtsdienstleistungsgesetzes einem Rechtsanwalt gleichgestellt. Rentenberater erbringen wie Steuerberater oder Rechtsanwälte ihre Beratungsleistung gegen  Honorar. Sie beraten ihre Mandanten unabhängig von Versicherungsträgern (weder Deutsche Rentenversicherung noch private Träger).

Wo besteht der Unterschied zwischen Rentenberatern und Beratern der Auskunfts- und Beratungsstelle der deutschen Rentenversicherung bzw. den Beratern bei den Gemeinden?

Beratung durch die Deutsche Rentenversicherung bzw. Beratungsstellen:

Hier werden die Versicherten im Rahmen der Auskunfts- und Beratungspflicht kostenfrei beraten. Eine hohe Erwartung, bzw. eine Optimierung der vorhandenen Unterlagen darf nicht gestellt werden, denn Optimierung schadet der Versicherungsgemeinschaft.  Dies hat auch das Bundessozialgericht in mehreren Fällen  so entschieden und sozialrechtliche Herstellungsansprüche wegen Beratungsfehlern abgelehnt. Die Beratungen durch die DRV oder die Beratungsstellen werden meist in kurzer Zeit abgehandelt, ca. 10 – 15 Minuten pro Versicherten, die Wartezeiten auf Termine sind meist recht lang. Vergleichbar mit der Hilfe bei der Steuererklärung und dem Finanzamt.

Beratung durch einen gerichtlich registrierten Rentenberater:

Der Rentenberater ist unabhängig und nimmt sich die entsprechende Zeit für seine Mandanten. Es kommt vor, dass sich durch die Beratung mehrere zu lösende Probleme im Bereich des Sozialrechts auftun. Es werden oft nicht nur Fragen im Bereich der gesetzlichen Rentenversicherung gekärt, sondern auch Fragen im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung (Krankengeld), oder Fragen zur Schwerbehinderung angesprochen. Den Mandanten ist klar, dass sie von Seiten der Krankenkasse oder der Agenturen für Arbeit keine Optimierungsberatung (Zusammenhängende Beratung) erwarten können.

Das Tätigkeitsfeld

Laut Berufsdefinition in § 10 Abs. 1 Ziffer 2 des Rechtsdienstleistungsgesetzes (RDG) umfasst das Tätigkeitsfeld eines Rentenberaters vorrangig alle sozialrechtlichen Sachgebiete, die einen Bezug zu rentenrechtlichen Fragen aufwirft. Dazu gehören auch die gesetzliche Unfallversicherung, die gesetzliche Krankenversicherung, Pflegeversicherung, das soziale Entschädigungs- und Schwerbehindertenrecht, das Schwerbehindertenrecht; ebenso die betriebliche-, berufsständische Versorgung und Zusatzversorgung des öffentlichen Dienstes. Die staatlich geförderte ergänzende Altersversorgung (Rürup- / Riesterrente) darf im Rahmen der Tätigkeit als erlaubte Nebenleistung nach § 5 Abs. 2 RDG ebenfalls wahrgenommen werden. Rentenberater dürfen ihre Mandanten auch gerichtlich beim Sozialgericht, bzw. beim Landessozialgericht vertreten.

Registrierung

Gem. § 13 RDG erfolgt die Registrierung i. d. R. durch die Präsidentin des Amtsgerichts oder des Landesgerichts.

Die Voraussetzungen sind gem. § 12 Abs. 1 RDG hierfür:

  • persönliche Eignung und Zuverlässigkeit  (gesicherte wirtschaftliche Verhältnisse und keine erheblichen strafrechtlichen Verfehlungen)
  • theoretische und praktische Sachkunde in dem Bereich oder den Teilbereichen des § 10 Abs. 1 RDG, in denen die Rechtsdienstleistungen erbracht werden sollen
  • die theoretische Sachkunde wird  i. d. R. durch ein Zeugnis über einen erfolgreich abgeschlossenen Sachkundelehrgang entsprechend  § 4 der Verordnung zum Rechtsdienstleistungsgesetzes (RDG) nachgewiesen
  • genügend einschlägige berufspraktische Erfahrung ( z.B. Tätigkeit bei einem Sozialversicherungsträger)
  • eine Berufshaftpflicht mit einer Mindestversicherungssumme von € 250.000,– für jeden Versicherungsfall (jährliche Begrenzung auf den vierfachen Mindesbetrag laut § 5 RDV)